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Zur Vorbereitung einer Nierentransplantation sind eine
Reihe von Untersuchungen und eventuell auch Behandlungen erforderlich. Sie sollen die Eignung des Transplantationskandidaten sicherstellen und optimale Voraussetzungen für die Transplantation schaffen. Da die
durchschnittliche Wartezeit auf eine Niere bei sechs bis acht Jahren liegt, müssen einige Untersuchungen regelmäßig wiederholt werden. Die Transplantation selbst dauert je nach den Verhältnissen im Operationsgebiet
um 2 ½ bis 4 Stunden. Es wird grundsätzlich nur eine Niere transplantiert, da sie zur Aufrechterhaltung aller Nierenfunktionen völlig ausreichend ist. Die eigenen, in der Flankenregion liegenden Nieren werden
bis auf wenige Ausnahmen (Infektionen, große Zystennieren) belassen. Die neue Niere wird in den Unterbauch entweder rechts oder links oberhalb der Leiste eingepflanzt. Um eine gute Durchblutung zu sichern, werden
ihre Blutgefäße an die großen Blutgefäße des Beckens angeschlossen. Der Harnleiter, der den Urin transportiert, wird in die Harnblase eingepflanzt. Die anfängliche Heilungsphase bis zur Entfernung der Hautklammern
dauert etwa zehn Tage, insgesamt muß mit einem Krankenhausaufenthalt von vier bis sechs Wochen gerechnet werden. In dieser Zeit sind auch die meisten Komplikationen zu beobachten: Verschlüsse der Nierengefäße durch
Blutgerinnsel (Thrombosen und Embolien), Leckagen des neuen Harnleiters, Infektionen und andere Nebenwirkungen der abstoßungshemmenden Medikamente und sogenannte Abstoßungskrisen. Damit die neue Niere als
körperfremdes Gewebe nicht sofort wieder abgestoßen wird, muß mit Medikamenten (Immunsuppressiva) eine künstliche Abwehrschwäche erzeugt werden. Gelegentlich ist das Abwehrsystem jedoch stärker als die Medikamente,
dann spricht man von einer Abstoßungskrise (Rejektion). Mit den in den letzten Jahren neu entwickelten Medikamenten lassen sich diese Abstoßungskrisen jedoch in den allermeisten Fällen gut behandeln. Trotz alledem
gehen im ersten Jahr nach Transplantation 10-15% der Organe an den genannten Komplikationen verloren, manche nehmen auch nie die Funktion auf. In diesen Fällen muß mit der Dialysetherapie fortgefahren werden.
Ansonsten kann mit einer Zehnjahres-Funktionsrate von ca. 60% gerechnet werden. Nach einer erfolgreichen Nierentransplantation gilt der Patient als medizinisch rehabilitiert und kann z.B. einer Erwerbstätigkeit
nachgehen, Sport treiben, öffentliche Verkehrsmittel benutzen oder auch Mutter bzw. Vater werden.
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