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Nierenersatzverfahren
Kommt es trotz aller Bemühungen zum chronischen Nierenversagen,
müssen die Vorbereitungen für einen Ersatz der Nierenfunktion getroffen werden. Zu diesen Nierenersatzverfahren zählen hauptsächlich:
1. Hämodialyse
Die eigentliche “Blutwäsche”. Durch ein operativ geschaffenes
großlumiges Blutgefäß wird das Blut des Patienten von der Dialysemaschine durch ein Filter gepumpt und im Gegenstromprinzip an der Filtermembran von den Giftstoffen und überschüssigem Wasser gereinigt. Die
Hämodialyse findet in der Regel an drei Tagen der Woche statt und dauert 4-5 Stunden.
2. Bauchfelldialyse
Bei der Bauchfelldialyse übernimmt das Bauchfell (Peritoneum,
deshalb auch Peritonealdialyse) die Funktion des Blutreinigungsfilters. Durch die Bauchwand des Patienten wird ein Katheter in den Bauchraum gelegt. Durch diesen Katheter wird 4-5 mal pro Tag 1,5-2,5 Liter
einer Elektrolytlösung aus Plastikbeuteln in den Bauch eingelassen und verbleibt dort für jeweils 4 Stunden. Während dieser Zeit diffundieren die Giftstoffe und überschüssiges Wasser in die Bauchhöhle und werden
beim nächsten Beutelwechsel entfernt. Diese Dialyseform kann auch während des Nachtschlafes von einer Maschine (Cycler, HomeChoice) automatisch durchgeführt werden. Tagsüber bleibt der Bauch (fast) leer und
die vielen Beutelwechsel entfallen.
3. Transplantation
Die Transplantation einer Niere ist die effektivste Form der Nierenersatztherapie. Dabei wird das Spenderorgan eines Verstorbenen oder eines Lebendspenders in den Unterbauch verpflanzt. Die Spenderniere übernimmt alle üblichen Nierenfunktionen (also im Gegensatz zu den anderen Verfahren auch die Hormonbildung) und ermöglicht ein weitgehend unabhängiges Leben. Bei zuckerkranken Dialysepatienten, die an einem Diabetes Typ I leiden, kann zusätzlich zur Niere eine Bauchspeicheldrüse verpflanzt werden, was bei Erfolg ein Leben ohne Insulinspritze ermöglicht.
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